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Millionär für 10 Minuten

Es ist schon gemein, wenn einem das Schicksal übel mitspielt. So erging es in der vergangenen Woche Jens Neumann (43) aus Malchow. Ganze zehn Minuten lang war der Lottospieler fest davon überzeugt, endlich das große Los gezogen zu haben. Seinen Zahlen nach zu urteilen war er nämlich plötzlich Millionär – doch schon kurze Zeit nach der großen Überraschung kam das böse Erwachen. Der Traum, den sich Neumann in diesen Minuten ausmalte, zerplatzte wie eine Seifenblase.

Wie gewonnen – so zerronnen

Kaum vom Schock erholt, fand Jens Neumann seinen Humor wieder: „Zum Glück habe ich nicht sofort einen Sportwagen gekauft.“ Etwas anderes fällt einem zu dieser Ironie des Schicksals nicht ein. Eigentlich hatte der vermeintliche Lottomillionär aber ganz andere Pläne. 60 Millionen Euro wären ihm gerade recht gekommen. Neumann ist dabei nicht einmal anspruchsvoll. Einige zehntausend Euro hätten dem Spieler aus Malchow vollkommen ausgereicht. Die Zahlen, die auf seinem Schein standen, waren genauso in der Zeitung abgedruckt. Demnach hätte ihm der Eurojackpot gehören müssen, da sowohl alle 5 Hauptzahlen als auch die 2 Eurozahlen mit denen der Ziehung übereinstimmten.
Als sei die Enttäuschung noch nicht groß genug, trug sich dieser kurze Moment des Glücks, das dann binnen Sekunden verschwand, am 1. April zu. Ein schlechter Scherz? Wie Neumann selbst sagt: „Das war der größte Flop meines Lebens“.

Zahlen der Vorwoche sorgten für vermeintlichen Gewinn

Der 43-Jährige hatte sich dazu entschieden, Eurojackpot zu spielen. 60 Millionen Euro kann schließlich jeder gut gebrauchen. Bereits am Tag nach der Ziehung setzte sich der Spieler hin und las den Berliner Kurier. Er verglich die Zahlen, die dort abgedruckt waren, mit seinem Schein. Immer wieder ging er die Zahlen durch, um dann in Freudenjubel auszubrechen. Endlich hatte es das Glück gut mit ihm gemeint. Was allerdings nicht deutlich für ihn war: Die im Berliner Kurier abgebildeten Zahlen stammten aus der Ziehung der Vorwoche.
Auch der Videotext zeugte dieselben Zahlen an wie die Zeitung. Der Anruf bei der Lottogesellschaft kam zu dem Ergebnis: Die Zahlen aus dem Berliner Kurier sind nicht von dieser Ziehung. Weil Neumann immer noch fassungslos war, entschied er sich, sämtliche Zeitungen am Kiosk zu kaufen, in denen Lottozahlen abgedruckt werden. Alle sagten jedoch dasselbe: Seine Zahlen stimmen zwar, aber letztlich nur für die vorangegangene Woche. Innerhalb von Sekunden machte sich große Enttäuschung bei der Familie breit. Neumann verlangte eine Erklärung vom Berliner Kuriert. Telefonisch wurde er gar nicht erst angehört. Die Mitarbeiter legten auf und beendeten das Gespräch ohne jeglichen Kommentar. Eine Antwort bekam er im Nachgang schriftlich – mit dem Vermerk, dass alle Angaben grundsätzlich „ohne Gewähr“ seinen.

Keine Chance auf den Jackpot

Der Anwalt machte dem Spieler keine großen Hoffnungen. Es gibt keine garantierte Zusage, dass Lottozahlen grundsätzlich richtig angegeben sind. Am Ende zählt eben das, was die Lottogesellschaft aussagt. Und die macht nun einmal klar: Korrekte Zahlen wären es, wenn sie eine Woche zuvor eingegeben worden wären. Neumann fasst seinen schrecklichsten Tag des Jahres zusammen: „Natürlich braucht kein Mensch 60 Millionen Euro. Ich auch nicht. Aber den Bausparkredit für das Häuschen meiner Mutter, 70.000 Euro, hätte ich schon gerne abgelöst.“

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