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Wanzen im Casino Zürich

Sicherlich hast auch du dich schon einmal tierisch über den Croupier aufgeregt, der in Spielbanken eigentlich nichts weiter tut als seiner Arbeit nachzugehen. Möglicherweise könntest du so manches Mal schreien, wenn du im Casino keine Gewinne verzeichnest. Wie sich nun herausstellt, ist es besser, das Fluchen und Wüten auf später zu verschieben oder es still in dich hineinzudenken.

Der Grund: in Spielbanken wie dem Casino Zürich sind sämtliche Spieltische mit Mikrofonen, so genannten Wanzen, ausgestattet worden. Diese zeichnen während des Spielverlaufs jedes noch so leise Wort von Spielern, aber auch von den Croupiers, auf. Besucher kriegen natürlich keine Informationen und werden demnach nicht darauf vorbereitet, dass es manchmal besser ist, einfach nichts zu sagen. Bei rund 1.600 Kunden, die das nagelneue Casino Zürich täglich aufsuchen, kommt sicherlich eine Menge Gesprächsstoff zusammen. Doch keine Sorge: es geht nicht darum, Kunden zielgenau zu überwachen oder auszuhorchen.

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Mikros in den Spieltischen

Erst vor einigen Tagen stellte ein Besucher der Spielbank Zürich fest, dass sich in dem genutzten Roulettetisch Mikrofone befinden. Seine Sorge, dass er hier bespitzelt wird, schien zunächst begründet. Ihm ist durchaus bewusst, dass das Casino mit Kameras überwacht wird und kann diese Sicherheitsmaßnahme logisch nachvollziehen. Es schien ihm jedoch zunächst so als ginge man mit den Tonaufnahmen einen Schritt zu weit. Bereits sein erster Besuch der Spielbank reichte aus, um die Mikros zu entdecken. Im Anschluss wagte er sich kaum mehr, auch nur einen Ton von sich zu geben – aus Sorge, man könne zuviel über ihn erfahren. Bis zu diesem Zeitpunkt war dem Gast nicht schlüssig, wozu diese Aufnahmen genutzt werden und was das hoch angepriesene Etablissement damit bezwecken möchte. Der Croupier bestätigte den Verdacht, dass es sich um Wanzen handelt, mit denen jeder der im Casino aufgestellten Spieltische ausgestattet ist.

Mehr Transparenz erwünscht im Casino Zürich

Für Aufklärung sorgte schlussendlich der Direktor der Spielbank Zürich, Michael Favrod. Er erklärte, dass Gespräche nicht unmittelbar mitgehört werden, sondern dass lediglich eine Aufnahme derselben erfolgt. Dies geschieht mit dem Hintergrund, gegebenenfalls Missverständnisse zwischen Croupiers und Spielern aufzuklären. Folglich dienen die Tonaufnahmen als eine Art Beweismaterial. Als Beispiel nannte Favrod den Satz „Rien ne va Plus“, welcher vom Croupier ausgesprochen wird, sobald keine Einsätze mehr gemacht werden dürfen. Da diese Aussage häufig von Gästen überhört wird und sie mit weiteren Wetten gegen die Regeln verstoßen, nutze man die Aufnahmen der Mikrofone, um zu klären, ob und wann der Satz gefallen ist. Durch das Material lässt sich jede Uneinigkeit schnell aus der Welt räumen. Nach einer Weile werden die Aufnahmen wieder gelöscht. Die Expertin für Datenschutz, Eliane Schmid, befürwortet an dieser Stelle eine größere Transparenz. Kunden sollten schon im Vorfeld über die Aufnahmen informiert werden, um Missverständnisse und die Besorgnis der Gäste aus der Welt zu schaffen.

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