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Glücksspielwerbung in Italien verboten

Sowohl in Deutschland als auch im Rest der Welt lebt der Fußball davon, dass Werbung geschaltet wird – zumindest ein Teil der Einnahmen werden durch Glücksspielwerbung erwirtschaftet. Das gilt insbesondere fürs Sponsoring durch große Marken wie Bwin, Bet365 und alle weiteren Unternehmen der Branche, die sich um einen Bannerplatz im Stadion duellieren. Gerade Glücksspielbetreiber sorgen dafür, dass die Kassen des internationalen Fußballs gefüllt werden. Damit soll nun allerdings Schluss sein. Italien hat jetzt entschieden, rechtlich gegen jegliche Form von Werbung vorzugehen, die mit Glücksspiel zu tun hat. Sowohl auf den Sportveranstaltungen selbst als auch über den Rundfunk wird das Werben mit Sportwetten und dergleichen fortan komplett untersagt. Gerade für den Fußball ist dies ein herber Schlag. Die Vereine in Italien haben sich inzwischen verbündet und wollen gegen das neue Gesetz vorgehen.

Flagge ItalienItalien hätte sich sicher darüber gefreut, auf sportlicher Ebene Geschichte zu schreiben. Allerdings kommt ihnen jetzt der Gesetzgeber zuvor, der am 2. Juli 2018 offiziell ein Gesetz verabschiedet hat, aus dem klar hervorgeht: Bannerwerbung sowie Werbespots in TV und Radio sind ab sofort untersagt. Fans und nicht zuletzt den Vereinen selbst stößt das in Rom verabschiedete Maßnahmepaket sauer auf. Wenn sich das Gesetz wirklich durchsetzt, dann verliert Italien möglicherweise schon in wenigen Monaten den Anschluss an die Weltspitze des Fußballs. Schließlich wird ein Teil der Einnahmen aller Vereine durch Glücksspielwerbung erzielt. Natürlich ist dies für den Sport nicht die einzige Möglichkeit, an Geld zu kommen. Mit dem Verlust muss man sich im italienischen Fußball dennoch auseinandersetzen, denn gerade die großen Sponsoren lassen Saison für Saison Unsummen springen, um einen Platz auf den Bannern der bekannten Stadien zu ergattern.

Was hat der Rest Europas zu befürchten?

Sollte sich Italiens strenges Verbot von Glücksspielwerbung langfristig durchsetzen, dann könnte dieses Konzept Schule machen – zu Ungunsten der restlichen EU, wo man schon jetzt um die wertvollen Sponsoren und deren Abgang bangt. Welche Auswirkungen Italiens Maßnahmen auf Deutschland haben, das ist derzeit noch nicht absehbar. Bis auf Italien hat bisher kein EU Land irgendwelche Anstalten gemacht, Betway, Bet365, William Hill und Co. vom Markt zu verdrängen. Indes versucht der italienische Arbeitsminister Luigi die Maio, die Wogen zu glätten und insbesondere Glücksspielgegnern klar zu machen, welches Ziel die Maßnahmen verfolgen: „Wie sind das erste EU-Land, das Werbung für Glücksspiele verbietet. Wir stellen die Menschen in den Vordergrund. Wir sagen Schluss mit der Werbung für Glücksspiele, die viele Familien in den Ruin treiben.

Wie so oft wird auch diesmal mit zweierlei Maß gemessen, denn entgegen aller Vermutungen gibt es eben doch noch Möglichkeiten, Glücksspielwerbung zu sehen – und zwar ausgestellt von der staatlichen Lotterie, die in Italien genauso das Monopol innehat wie in vielen anderen EU-Ländern. Dem Unternehmen ist es erlaubt, Kunden anzuwerben und Banner zu platzieren, wann und wo immer es den Betreibern in den Sinn kommt. Die vermeintlichen Schutzmaßnahmen für Familien sind am Ende nur vorgeschoben, um dieses Monopol wieder mehr in den Vordergrund zu rücken. Auf der anderen Seite unternimmt das Land auch nichts gegen Alkoholismus. Gerade durch Alkohol sind in den vergangenen Jahren unzählige Familien zerbrochen und Betroffene schwer erkrankt. Werbung für Bier, Wein und Co. wird allerdings nicht verboten.

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Maßnahmen schlagen falsche Richtung ein

Spielsucht ist tatsächlich ein Problem. Dieser hätte Italien allerdings anders entgegenwirken können als mit einem Werbeverbot – das im Endeffekt nur dazu führt, dass nun immer mehr Tipper in die Illegalität abwandern, um weiterhin Fußballwetten spielen zu können. Strategisch gesehen wäre es deutlich klüger gewesen, die Anbieter für Sportwetten höher zu besteuern. Mit den zusätzlichen Einnahmen hätte das Land die Möglichkeit, Suchttherapien und weitere Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung zu ergreifen – und das möglichst ohne den Fokus allein auf eine einzige Sucht zu legen. Stattdessen macht es der Minister den Fußballvereinen in Italien schwer, sich finanziell über Wasser zu erhalten. Wenn nun ein Verein oder auch ein Buchmacher gegen das Verbot verstößt, werden Strafen bis zu 50.000 Euro verhängt.

In der italienischen A Serie agieren aktuell 20 Vereine. Sie alle lassen sich seit Jahren durch Buchmacher und weitere Glücksspielunternehmen sponsern, wodurch Einnahme in Höhe von rund 120 Millionen Euro jährlich entstehen. Fällt dieses Geld weg, geht es dem italienischen Fußball definitiv mehr als schlecht. Dass diese knappen 6 Millionen Euro pro Verein locker ein bis zwei Spielergehälter decken, steht außer Frage. Und tatsächlich wird recht bald deutlich, dass die finanzielle Situation durchaus Auswirkungen auf dessen Erfolg hat – wie man an Bayern München oder auch Barcelona und Madrid unschwer erkennen kann.

Fakt ist, dass sich die Vereine das Aus für Glücksspielwerbung nicht einfach so gefallen lassen. Gerade im internationalen Vergleich hat es Italien ohnehin schon schwer genug. Wenn nun auch noch Einnahmen in Millionenhöhe wegfallen, dann wird es eng für die Nation, überhaupt an der Spitze des europäischen Fußballs stehen zu bleiben. Die Vereinsführer haben sich nun dazu entschieden, der Regierung ordentlich Dampf zu machen. Analysen sollen in den kommenden Wochen deutlich machen, wie hoch die wirtschaftlichen Verluste tatsächlich sind. Schlussendlich muss dieses Geld irgendwie wieder reinkommen. Ob der Protest von Erfolg gekrönt ist, wird sich zeigen. Aktuell gibt man sich in der italienischen Regierung jedenfalls stur. Über die Auswirkungen hat wohl auch der besagte Minister nicht groß nachgedacht.

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